Geschichte. - Hilflos.

Hilflos

Es ist Montagabend und es beginnt erneut. Ich hasse es, dieses Gefühl versagt zu haben. Ich hasse mich! Meinetwegen steckt sie wieder in Schwierigkeiten, meinetwegen geht es ihr schlecht, meinetwegen schneidet sie sich & ich sitze hier machtlos etwas auszurichten. Hätte ich sie nur nicht wieder zu einem Telefonat überredet. Fuck! Die geballte Faust trifft hart auf. Der pochende sowie brennende Schmerz wird kurzzeitig präsent und benebelt meine Sinne. Ja, leider nur für wenige Augenblicke, dann wird alles wieder stumpf. Bei jeder Bewegung brennt es wieder intensiver aber es ist nicht, dass wonach ich mich sehne.Nein, es reicht schon lange nicht mehr aus. Klatsch. Ein weiteres Mal schlag ich gegen die Wand. Wieder und wieder mit zunehmender Kraft. Bis die Haut an meinen Gelenken aufplatzt und langsam sickert Blut aus der Wunde. Aber es hilft einfach nicht. Meine Gefühle waren immernoch taub. Kein Bild, kein Lied Nichts. Hilft mir. Eine halbe Stunde ist vergangen jedoch rennt weiterhin Blut an meiner Hand hinab, wo bleibt nur der ersehnte Schmerz, wo nur? Langsam erheb ich träge meinen Kopf und schaue umher. Malwieder bin ich hier gelanden. In diesem Gefängniss. Zu oft schon war ich hier. Vorsichtig erheb ich mich und schreite zum Spiegel, dieses Zimmer ist viel kleiner als meins daheim. Ein kurzer Blick in den Spiegel, da ist es wieder, dieses falsche Bild, sagen sie. Ein hochgewachsener, dürrer und blasser junger Mann mit eingefallenen Wagen, zudem ragen überall die Knochen hervor, sagen sie. Doch ich seh etwas vollkommen anderes. Was ich sehe ist ein fetter und hässlicher Versager. Langsam ballt sich meine Hand zu einer Faust. Unbeschreiblich große Wut durchfährt meinen Körper, der Hass nimmt zu, dieses Bild, dieses verachtenswürdige Blid, verhasst und quälend. Ich hebe die geballte Faust empor und sie bewegt sich auf den Spiegel zu doch Millimeter vorher bremse ich mich selbst. Stop! Nicht nocheinmal. Die Erinnerung an den letzten zerschlagenen Spiegel in der Klink kommt hoch. Es war furchtbar, die Folge war noch mehr Therapiestunden und erstmal zwei Nächte unter Beobachtung. Grauenhaft.

Schnell wende ich den Blick ab und versuche mich wieder zu fangen. Ich schließe meine Augen und atme tief durch. Darauf hin bewege ich mich in Richtung meines Bettes. Ich sinke in die Matratze. Der Laptop fährt hoch und mein Kopf dröhnt doch die Ursache ist mir immernoch unbekannt. Der Startbildschirm erscheint vor meinen Augen und es wird nach einem Passwort verlangt. Sicher gebe ich ,,hirondelle" ein. Ich genieße meine beengte Privatsphäre glücklicher Weise hab ich mein eignes Zimmer und muss es mit niemanden teilen, der perfekte Rückzugsort auch wenn es um einiges kleiner ist als das, was ich gewohnt bin.



              to be continued..

1 Kommentar: